Die Aufstiegsfortbildung zum Meister

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Die Aufstiegsfortbildung zum Meister ist gerade im Handwerk die traditionelle Weiterbildung, die zum Führen eines Betriebes und zur Ausbildung zu Lehrlingen befähigen soll. Die Meister-Fortbildung ist eine technische Ausbildung, die je nach Richtung auch umfangreiche kaufmännische Kenntnisse beinhaltet.
Es gibt den Handwerksmeister* deren Prüfung ausschließlich von der Handwerkskammer abgenommen wird. Neben dem Handwerksmeister gibt es Fachmeister die von der IHK ausgebildet werden. Dazu gehört z.B. der Küchenmeister. Die bekannteste Meisterfortbildung bei der IHK ist jedoch der Industriemeister* den es in einigen Richtungen gibt.

 

Der Handwerksmeister – ein Meister im Handwerk

Der Handwerksmeister ist die ultimative und traditionelle Weiterbildung der Handwerkskammer. Die Aufstiegsfortbildung ist in vier Prüfungsteile unterteilt.

  • der theoretische Teil
  • der praktische Teil
  • der kaufmännische Teil (Technischer Fachwirt HWK)
  • die arbeitspädagogische Qualifikation (AdA – Schein)

Die Aufstiegsfortbildung zum Handwerksmeister baut auf einer Berufsausbildung auf und erfordert meistens ein bis drei Jahre Berufserfahrung um die Prüfung ablegen zu können. Jedoch kann auch eine mehrjährige Berufserfahrung in dem Bereich als Zulassung zur Meisterprüfung anerkannt werden. Wer die Prüfungen in den vier Bereichen erfolgreich geschafft hat, darf sich dann Meister mit seiner entsprechenden Richtung nennen und darf seinen Betrieb, sollte er einen gründen, als Meisterbetrieb bezeichen. Die Aufstiegsfortbildung kann sowohl in Vollzeit, oder in Teilzeit absolviert werden.

In vielen Bereichen des Handwerks ist der Meisterzwang weggefallen. Das heißt, für die Existenzgründung und die Führung eines Betriebs ist die abgelegte Meisterprüfung keine Voraussetzung mehr. Jedoch sollte man wissen, dass ein Meister auf der Visitenkarte eine gute Werbung ist. Der Meister steht in den Köpfen der Bevölkerung für Qualität, was aus meiner Sicht nicht ganz zu unrecht so ist. Denn die Aufstiegsfortbildung fordert von den Teilnehmern sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen. Neben den technischen Fähigkeiten muss der Meister wie schon erwähnt auch noch kaufmännische und pädagogische Qualifikationen erlernen. Dies ist für die Führung eines Betriebs und die Ausbildung von Lehrlingen nur vom Vorteil.

Der Handwerksmeister kann als Betriebsleiter im Handwerk, aber auch in gehobenen Stellen in der Industrie arbeiten. Manche die eine Aufstiegsfortbildung zum Meister gemacht haben, arbeiten sogar als Fachlehrer in Berufsschulen im gehobenen Dienst.

Wer Handwerksmeister ist, kann eine Weiterbildung zum Betriebswirt HWK, oder den Technischen Betriebswirt IHK machen und sich so umfangreiche betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen.

Wer die Aufstiegsfortbildung zum Meister geschafft hat kann aber auch ein Hochschulstudium ins Auge fassen. In den meisten Bundesländern ist es für den Meister möglich uneingeschränkt, sogar an einer Universität, zu studieren. Uneingeschränkt heißt, er kann jedes Fach studieren das er will. Dafür muss bei manchen Hochschulen ein Beratungsgespräch vor Studienbeginn geführt werden. Dies ist jedoch von Bundesland zu Bundesland, ja sogar von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Dies ist so, weil Bildung ja Ländersache ist.

 
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Der Industriemeister – der Meister für die Industrie

Der Industriemeister zielt im Gegensatz zum Handwerksmeister eher auf eine gehobene Position in der Industrie ab. Der Industriemeister kann dort Gruppen, oder sogar Abteilungen leiten. Die beliebte Fortbildung baut auf eine Berufsausbildung und ein bis drei Jahre Berufserfahrung auf. Es können aber auch Personen zugelassen werden, die eine mehrjährige Berufserfahrung ohne Berufsausbildung, oder in einer fachfremden Berufsausbildung haben. Typische Industriemeister sind z.B. der Industriemeister Metall und Industriemeister Elektrotechnik.

Die Prüfung Gliedert sich in zwei Prüfungsteile:

  • fachrichtungsübergreifender Teil (Basisqualifikation)
  • fachrichtungsspezifischer Teil(handlungsspezifische Qualifikation).

Wer die Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister geschafft hat kann als weitere Möglichkeit den Technischen Betriebswirt IHK machen. Dieser baut auf eine technische Aufstiegsfortbildung auf und vermittelt umfangreiche Kenntnisse im betriebswirtschaftlichen  Bereich.
Eine weitere interessante Option ist ein Hochschulstudium. Denn genau wie der Handwerksmeister ist auch der Industriemeister dazu berechtigt an einer Hochschule zu studieren.

 

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