Meister – Zusatzqualifikationen oder Hochschulstudium?

Meister – Zusatzqualifikationen oder Hochschulstudium?


Wer seine Aufstiegsfortbildung zum Meister geschafft hat, kann stolz sein. Man hat schon einiges mit diesem Abschluss erreichte, aber! Aber sich ausruhen geht heute in den seltensten Berufen. In vielen Bereichen ist der technologische Wandel so groß, dass lebenslange Fortbildung zum beruflichen Alltag gehört. Das gilt natürlich auch für Meisterinnen und Meister. Doch wie kann bzw. sollte es bildungstechnisch weitergehen? Ist es besser Zusatzqualifikationen zu erwerben oder ein Hochschulstudium zu machen?

Für machen Berufe ist ein Hochschulstudium ein Muss

Mit einer Fortbildung zum Meister, gibt es bereits viele berufliche Möglichkeiten. Allerdings gibt es auch noch Berufe, die mit einer Meisterqualifizierung nicht oder kaum zu erreichen sind. Wer beispielsweise Berufsschullehrer werden möchte, braucht in aller Regel einen Hochschulabschluss. Auch für den höheren Dienst als Beamte bzw. Beamter, ist mit wenigen Ausnahmen sogar ein Masterabschluss die Voraussetzung. Wer also in so einen Bereich wechseln möchte, muss zwangsweise einen Hochschulabschluss auf seine Qualifizierungen draufsetzen.

Auch in höheren Positionen im Management vieler größerer Unternehmen, sitzen fast ausschließlich Akademiker. Es gibt zwar Ausnahmen, doch ist der sicherere Weg jener, über einen akademischen Grad.

Meister haben dabei in fast allen Bundesländern und den meisten Hochschulen und Universitäten den Vorteil, dass sie so ziemlich jedes Fach studieren können, welches sie möchten. Das geht dann auch ohne Abitur, was nun schon seit ein paar Jahren möglich ist.

 


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Manchmal machen Zusatzqualifikationen mehr Sinn

Ein Meister möchte den Betrieb übernehmen. Während seiner Aufstiegsfortbildung lernte er zwar BWL-Grundlagen, doch diese reichen für das Führen eines Unternehmens in der Größe nicht aus.

 In so einem Fall kann zwar auch ein Studium gemacht werden, doch ganz sinnvoll ist es nicht. Auch bei der Weiterbildung zum geprüften Betriebswirt HWO oder anderen Zusatzkursen für BWL, hätte der angehende Betriebsinhaber die notwendigen Kenntnisse erwerben können. Dieser Kurs hätte in aller Regel nicht so lange gedauert, wie es bei einem Hochschulstudium der Fall ist. Auch die Kosten, währen bei Weitem nicht so hoch, wie beispielsweise bei einem Fernstudium. Kosten könnten nur bei einem Präsenzstudium gespart werden, was aber bei einem berufstätigen Meister kaum möglich ist.

Was ich damit schreiben will ist, dass zwar ein Studium rein vom Abschluss die hochwertigste Möglichkeit der Qualifizierung ist, aber das oft auch nicht notwendig ist. Ich würde dabei immer ganz klar das Kosten-Nutzen-Verhältnis betrachten.

Ein Studium macht nur dann Sinn, wenn es auch benötigt wird, oder es aus irgendwelchen Gründen unbedingt gemacht werden muss – beispielsweise um sich seinen Horizont zu erweitern oder um eine tollere Visitenkarte zu haben. Rein aus Karrieresicht, ist es aber nicht immer die beste Wahl weil, bestimmte Zusatzqualifikationen viel effektiver sein können.

 

Zusatzqualifikation die Meister oft weiterbringen

Für Meister können Zusatzqualifikationen also ein wichtiger Baustein der beruflichen Karriere sein und es ist auch nicht immer ein Studium nötig um die beruflichen Ziele zu erreichen. Doch welches sind sehr häufige Zusatzqualifikationen die Meister brauchen bzw. gebrauchen können?

Es kommt darauf an, in welchem Bereich er tätig ist und ob er selbständig oder angestellt ist. Grundsätzlich kann man aber schon schreiben, dass Kenntnisse in BWL und Sprachen, besonders wichtig in unserer Berufswelt sind. Kamen früher hauptsächlich akademisch gebildete Menschen mit Fremdsprachen in Berührung, ist es heute auch für viele Meister eine wichtige Qualifikation für die Karriere. Auch Kenntnisse in BWL werden sehr oft gebraucht. Daher machen auch viele Meister nach ihrer Aufstiegsfortbildung noch jene zum geprüften Betriebswirt HWO oder Technischen Betriebswirt IHK bei einer Industrie- und Handelskammer.

Weitere Qualifikationen die für Meister sehr häufig einen Sinn machen, sind Kompetenzerweiterungen im jeweiligen Fach. Wer beispielsweise im Metallbau zuhause ist, kann in den Bereichen Schweißen, Konstruktion etc., sein Wissen ausbauen.

Wer in einem Lebensmittelbereich zuhause ist, kann findet dort ebenfalls Kurse, die spezialisieren oder das Spektrum der Möglichkeiten durch gezielte Weiterbildung erweitern.

 

Wo findet man Weiterbildungsangebote?

Im Internet gibt es viele Weiterbildungsdatenbanken. Zu den wohl größten seiner Art gehört jene der Arbeitsagentur. Auf dieser Seite kann auch relativ gut selektiert werden und so fast jede Weiterbildung die es gibt gefunden werden.

Im Internet gibt es ja auch viele Fernschulen und Präsenzbildungsanbieter. Auch auf deren Seite finden Interessierte immer tolle Kurse und können sich dann auf der jeweiligen Seite und allgemein im Internet darüber informieren.

 

Was sollte man beachten?

Dass Weiterbildung für die meisten Berufstätigen unverzichtbar ist, sollte eigentlich klar sein. Doch es nicht so, dass viele Kurse auch viel helfen. Es kommt darauf an, dass sich die Qualifikationen, welche sie damit erwerben auch mit den beruflichen Zielen zusammenpassen.

Auch der Ruf einer Bildungseinrichtung und die Art des Abschlusses, spielt häufig eine Rolle. So sind Bildungseinrichtungen wie IHK, Handwerkskammer oder Hochschulen bei den meisten Arbeitgebern bekannt, was natürlich ein Vorteil sein kann. Jede Branche hat auch noch spezielle Verbände, die auch häufig Fortbildungen anbieten. Auch diese Qualifizierungen, sind oft gerne bei Arbeitgebern gesehen.

Wer sich als selbständiger Meister qualifizieren will, muss auf den Abschluss oder Ruf einer Einrichtung nicht ganz so achten, sollte aber dennoch vorher recherchieren.

Neben diesen Faktoren, die man beachten sollte, sollten auch die möglichen Fördertöpfe im Auge behalten werden. Bundesländer, aber auch die Bundesrepublik im Ganzen, bietet neben Meister Bafög noch einige andere Kurse an. Wenn sie sich hier informieren, dann können sie ein tolles Kosten-Nutzen-Verhältnis erreichen und oft bares Geld sparen.

 

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