Du bist als Berufspraktiker im Gesundheitswesen oder Sozialbereich tätig? Du möchtest Karriere machen? Möchtest nicht an einer Hochschule studieren? Dann kann eine Fortbildung zum Fachwirt das Richtige für dich sein.

Wenn du den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen machst lohnt sich das in aller Regel für deine Karriere. In diesem Artikel möchte ich dir die Fortbildung vorstellen. Du erfährst nicht nur was du mit der Qualifikation anfangen kannst, sondern auch welche Voraussetzungen du brauchst und welche weiteren Fortbildungsmöglichkeiten es für dich als Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen gibt.


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Was macht ein Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen?

Durch die Fortbildung zum Geprüften Fachwirt IHK steigt in der Regel nicht nur dein Einkommen. Es wird sich auch dein Ansehen und der Verantwortungsbereich verbessern. Du übernimmst mit dem Abschluss meist die Organisation und Steuerung von Prozessen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Das heißt, mit dem Abschluss kannst du zur Führungskraft aufsteigen. Du kannst auch eine besonders anspruchsvolle Fachposition übernehmen. Für welchen der Wege du dich entscheidest hängt nicht nur von deiner Ausbildung und deiner Erfahrung ab.

Auch deine Ziele spielen eine Rolle. Bist du jemand der gerne Menschen führt, dann ist der Weg zur Führungskraft ideal. Möchtest du jedoch lieber ein Spezialist in deinem Bereich werden, ist durch diese Fortbildung auch ein weiterer wertvoller Schritt getan.

Als Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK kannst du beispielsweise in einem Krankenhaus Karriere machen. Hier übernimmst du dann beispielsweise leitende Tätigkeiten in der Verwaltung.

Qualifizierte Fachwirte sind jedoch auch in Rehaeinrichtungen oder bei Rettungsdiensten tätig. Weitere mögliche Einsatzorte sind:

  • Altenheim
  • Jugendheim
  • Pflegeheim
  • bei Gesundheitsämtern
  • oder anderen Organisationen die im Gesundheitsbereich oder im Sozialwesen tätig sind.

Wie bereits geschrieben, hängt dein Weg in der Regel von deiner Ausbildung, deiner vorigen Erfahrung und deinen Zielen ab.

Mögliche Aufgaben

Aufgaben von Geprüften Fachwirten im Gesundheits- und Sozialwesen IHK bzw. Fachwirtinnen können sein:

  • typische Führungsaufgaben wie: planen, steuern, überwachen
  • betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Kalkulation, Buchführung
  • Personalgewinnung- und Entwicklung
  • Personaleinsatzplanung
  • Marketing
  • Kundenbetreuung
  • uvm.

Das kannst du verdienen

Eine klare Aussage zum Gehalt ist nicht leicht. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Es gibt verschiedene Einflussfaktoren. Es spielt nicht nur die Fortbildung eine Rolle. Auch deine vorige Ausbildung, deine Erfahrung sowie die Größe deines Unternehmens spielen eine Rolle. Das sind noch immer nicht alle Faktoren.

So verdienen auch heute noch Frauen weniger als Männer. Außerdem wird in Bundesländern wie Bayern, Hessen oder Baden Württemberg sehr viel besser gezahlt als in den nördlichen Bundesländern.

Eine Quelle, welche ich zur Recherche benutzt habe, ist Gehalt.de. Laut Gehalt.de beträgt das Einkommen eines Geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK zwischen etwas mehr als 1900 Euro und 3100 Euro brutto im Monat. Der Unterschied ist enorm. Der Grund ist, dass hier oft auch Teilzeitkräfte dazu gezählt werden. Außerdem haben die bereits beschriebenen Einflussfaktoren eine Auswirkung auf das Gehalt.

In Bayern beträgt dein Einkommen laut Gehalt.de nicht ganz 2500 Euro brutto im Monat. In Brandenburg beträgt das Gehalt mit etwas mehr als 1800 Euro im Schnitt weit drunter.

Mit Tarifvertrag wird meist mehr bezahlt

Eine weitere Quelle die Gehaltszahlen angibt ist BerufeNet. Laut dieser Quelle liegt die tarifliche Bruttogrundvergütung zwischen etwas mehr als 2900 Euro und 4370 Euro brutto im Monat. Das sind ganz andere Zahlen. Das ist meiner Meinung nach aus einem Grund so. Die bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um Beträge aus Tarifverträgen.

Das heißt, wenn du als Fachwirt in einem Unternehmen mit Tarifvertragt arbeitest, ist dein Einkommen sehr viel höher als in Bereichen wo dieser nicht bezahlt wird. Leider gibt es doch sehr viele Unternehmen, die keinen Tarif bezahlen. Ein Tarifgehalt wird meist eher in größeren Unternehmen wie Krankenhäusern oder auch großen Rehaeinrichtungen gezahlt.

Wo kann man Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK werden?

Die Prüfungen zum Abschluss werden von den Industrie- und Handelskammern durchgeführt. Die Vorbereitungskurse werden aber nicht nur von den Kammern angeboten. Es gibt auch andere Bildungseinrichtungen, welche die Fortbildung anbieten.

Wenn du dich für einen Kurs entscheidest, dann gibt es meist drei mögliche Formen. Du kannst deine Aufstiegsfortbildung in Vollzeit-, Teilzeit oder per Fernkurs machen.

Für welche Form du dich entscheidest hängt von deinen Vorlieben, Möglichkeiten und Zielen ab. Ein Vollzeitkurs geht bei den meisten eher nicht. Die meisten haben einen Job. Diesen für einen Fortbildung aufgeben ist meist keine gute Idee

Ein Teilzeitkurs ist leichter mit dem Beruf zu vereinbaren. Dieser ist meist neben dem Job machbar. Im Unterschied zum Vollzeitkurs dauert es im Teilzeitkurs länger. Ein großer Vorteil gegenüber einem Fernkurs ist, dass du einen Lehrer bzw. Dozenten hast, den du fragen kannst und der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleitet.

Der Vorteil beim Fernkurs ist, dass du sehr flexibel lernen kannst. Du brauchst bis auch ein paar Seminartage und die Prüfungen nicht aus dem Haus zu lernen. Viele lernen auch in der Arbeit. Du kannst hier nach deinem Tempo lernen. Ein weiterer Vorteil beim Fernkurs ist, dass du das Ganze 4 Wochen kostenlos testen kannst.

Was bei dir auch ein Problem sein kann ist, dass kein Vollzeitkurs oder ein Kurs in Teilzeit in deiner Nähe angeboten wird. Oder du musst Schicht arbeiten. In diesen Fällen ist ein Fernkurs die einzige Möglichkeit. Beim Fernkurs entscheidet nicht nur deine Fähigkeit zu lernen. Du brauchst auch eine hohe Motivation und große Disziplin.

Wie lange dauert die Fortbildung

Was du wissen solltest ist, dass ein Kurs nicht Pflicht ist, damit du an den Prüfungen teilnehmen kannst. Du könntest theoretisch auch nur zu den Prüfungen gehen. Zu empfehlen ist das jedoch nicht.

Die Fortbildungsdauer hängt entscheidend von der Form, in der du sie machst, ab. In Vollzeit bist du sehr schneller fertig als das in Teilzeit neben dem Job der Fall ist.

Wenn du die Fortbildung zum Geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen berufsbegleitend bei der IHK in München machen möchtest, dann gibt es dort Kurse die etwas weniger als 2 Jahre dauern.

Wenn du deinen Fachwirt per Fernkurs beim ILS* oder bei SGD machst, dann dauert das Ganze 18 Monate in der Regelstudienzeit. Dafür musst du ca. 10 Lernstunden pro Woche einplanen. Solltest du deine Aufstiegsfortbildung nicht in dieser Zeit schaffen, dann kannst du die Regelstudienzeit 12 Monate kostenlos überschreiten.

Was ist der Abschluss wert

Beim Fortbildungsabschluss „Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK“ handelt es sich um einen staatlich anerkannten Abschluss. Laut DQR (Deutschen Qualifikationsrahmen) befindet sich der Abschluss auf der Stufe 6. Auf dieser Stufe befindet sich auch der akademische Bachelorabschluss.

Auch bei den Unternehmen ist der Abschluss anerkannt. Auch wenn es keine Garantie gibt, wirst du mit dieser Fortbildung in aller Regel aufsteigen. Du steigst in eine höhere Position auf, was zeigt, dass dieser Abschluss durchaus einen sehr hohen wert hat.

Studium oder Fachwirt – was lohnt sich mehr?

Fakt ist, das Akademiker meist mehr Geld verdienen als dies bei Berufspraktikern der Fall ist. Auch die Chancen ins gehobene Management eines Unternehmens zu kommen sind ohne ein Hochschulstudium nicht sehr hoch.

Das heißt nicht, dass ein Studium immer die bessere Wahl ist. Für Fachkräfte, die eher praktisch veranlagt sind, ist ein Fachwirt meiner Meinung nach die bessere Entscheidung. Du kannst auch mit dem Abschluss Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK sehr weit kommen. Auch damit kannst du gutes Geld verdienen. Du kannst noch weitere Fortbildungen machen.

Heute wollen nicht wenige Menschen immer den höchsten Abschluss erreichen. Es zählt oft nur noch der Ausblick auf das große Geld. Das ist zu kurz gedacht. Wenn du etwas machst, dass dir nicht liegt, dann wirst du damit auch nicht erfolgreich. Ein sehr guter Fachwirt, kann meiner Meinung nach viel erfolgreicher sein als ein schlechter oder mittelmäßiger Akademiker.

Was du auch bedenken musst ist, dass du mit deiner Arbeit zufrieden oder im Idealfall glücklich sein solltest. Glücklich wirst du jedoch in aller Regel nicht mit dem höchsten Job, der dir das meiste Gehalt bietet. Glücklich wirst du mit dem Job, der dir Spaß macht und dich erfüllt. Das ist oft ein Job der einen Sinn ergibt und eben nicht der Job mit dem höchsten Einkommen.

Voraussetzungen

Der Fachwirt ist eine Aufstiegsfortbildung. Das heißt er dient zum Aufstieg und ist eine Fortbildung, welche eine Ausbildung voraussetzt. In der Regel musst du also eine fachrelevante Berufsausbildung mit anschließender Berufserfahrung mitbringen.

Wenn du keine Ausbildung hast, dann kannst du diese durch langjährige Erfahrung ersetzen. In dem Fall brauchst du sehr viel mehr Berufserfahrung als dies mit einer relevanten Ausbildung der Fall ist.

Zur Prüfung werden Sie zugelassen, wenn Sie entweder

  1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten kaufmännischen, verwaltenden, medizinischen oder handwerklichen Ausbildungsberuf des Gesundheits- und Sozialwesens und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder
  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem bundesrechtlich geregelten Beruf im Gesundheitswesen oder einem mindestens dreijährigen landesrechtlich geregelten Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen und eine mindestens einjährige Berufspraxis oder
  3. ein mit Erfolg abgeschlossenes Hochschulstudium und eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder
  4. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten kaufmännischen, verwaltenden oder hauswirtschaftlichen Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder
  5. eine mindestens fünfjährige Berufspraxis nachweisen.

Quelle: ILS (15.08.2019)

Weitere Wege – diese Fortbildungen lohnen sich

Mit dem Abschluss zum Geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen hast du viel erreicht. Doch auf einem Abschluss ausruhen ist keine gute Idee. Wer sich regelmäßig weiterbildet sichert nicht nur seinen Arbeitsplatz. Auch die Karriere- und Einkommenschancen erhöhen sich.

So kannst du als weitere Aufstiegsfortbildung beispielsweise den Geprüfte Betriebswirt IHK machen. Dieser Abschluss befindet sich nach DQR auf der Stufe 7. Damit ist der Betriebswirt dem akademischen Masterabschluss gleichwertig.

Eine weitere Möglichkeit ist ein anschließendes Hochschulstudium*. Du kannst mit dem Abschluss sowohl an einer Fachhochschule als auch an einer Universität studieren. Theoretisch könntest du auch in einem anderen Fachbereich studieren. Das ist interessant, wenn du deinen Beruf wechseln möchtest.

Auch nach deiner Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt ist Weiterbildung unheimlich wichtig. Wir leben in einer Zeit, in der lebenslange Fort- und Weiterbildung entscheidende Karrierefaktoren sind.

Selbst wenn du keine weitere Aufstiegsfortbildung machen möchtest, solltest du dich weiterbilden. In so einem Fall bieten sich Anpassungsfortbildungen an. Du kannst so beispielsweise deine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen. Auch fachliche Kurse bieten sich immer an und wirken sich in aller Regel zum Vorteil in deinem Beruf aus.

Förderung für den Fachwirt nutzen

Eine Aufstiegsfortbildung ist meist nicht billig. Da kommen schon mal mehrere tausend Euro zusammen. Das sollte dich jedoch nicht abschrecken. So kannst du für eine Aufstiegsfortbildung in den meisten Fällen das sogenannte Aufstieg-Bafög beantragen.

Beim Aufstiegs-Bafög bekommst du einen Teil deiner Fortbildungskosten als zinsgünstiges Darlehen. Denn anderen Teil bekommst du als Zuschuss. Diesen Zuschuss brauchst du nicht zurückzahlen.

Wenn du deine Fortbildung in Vollzeit machen möchtest, gibt es auch hier in den meisten Fällen eine Lösung. In so einem Fall kannst du wie auch bei einem normalen Bafög Hilfe zum Lebensunterhalt nutzen. Dies ist jedoch Einkommens- und Vermögensabhängig.

FAZIT: In diesem Artikel hast du viele wertvolle Informationen zum Geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen erhalten. Du hast erfahren was du verdienen kannst, welche Voraussetzungen du brauchst und welche weiteren Fortbildungsmöglichkeiten es für dich gibt.

Auch wenn es keine Garantie für den Erfolg gibt, sollte sich die Fortbildung in den meisten Fällen lohnen. Abhängig ist das zu einem großen Teil von dir. Wenn du deine Ziele kennst und die Motivation hoch ist, dann wirst du in aller Regel auch Karriere machen.

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