Karriere per Fernstudium – mit einer Aufstiegsfortbildung

 

 

Aufstiegsfortbildung – Karriere durch beruflichen Aufstieg

Eine Ausbildung nach der Schule ist für viele Menschen eine praktikable Lösung, die den schnellen Einstieg in das Berufsleben garantiert. Nicht jedem liegt ein akademischer Ausbildungsweg. In Deutschland stellt das kein Hindernis auf dem Weg zu einer sinnvoll aufgebauten Karreire dar. Denn Fortbildungen können immer absolviert werden. Aufstieg ist möglich, und akademische Abschlüsse können nachgeholt werden.

Allerdings sind bei einer einfachen Ausbildung die Aufstiegschancen innerhalb der einzelnen Branchen und Berufe begrenzt: Soll der Verantwortungsbereich vergrößert werden oder ist eine höhere Vergütung erwünscht, stößt man irgendwann an seine Grenzen.

Eine Aufstiegsfortbildung ermöglicht es, die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aufbauend auf der bestehenden Karriere zu erwerben. Diese Form der Fortbildung richtet sich an Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und sich weiterentwickeln wollen.

 

Eine Berufsausbildung ist die Basis für eine Karriere als Berufspraktiker. Für den beruflichen Aufstieg, braucht es in aller Regel zusätzlich eine Aufstiegsfortbildung

 


 

Aufstiegsfortbildung zum Handwerksmeister machen

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Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker

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Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemeister

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Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Fachwirt machen

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Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Betriebswirt

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Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemanager

Geprüfter Technischer Industriemanager - Karriere mit Aufstiegsfortbildung

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Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten dieser Aufstiegsfortbildung. Die Fortbildung* baut auf der abgeschlossenen Berufsausbildung aus. Generell wird in Deutschland unterschieden zwischen einer Aufstiegsfortbildung, die

 

  • keine Abschlussprüfung beinhaltet
  • eine Abschlussprüfung beinhaltet

Ein Fortbildungsabschluss mit Prüfung kann der Handwerksmeister, der Industriemeister, der Fachwirt oder der Fachkaufmann sein. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, aber die Auflistung jeder einzelnen würde den Rahmen dieser Aufstellung sprengen. Natürlich findest du hier bei Aufstiegsfortbildung.com viele weitere Fachartikel, welche auch speziell auf die einzelnen Aufstiegsfortbildungen wie Meister, Fachwirt und Co. eingehen.

In der Schweiz gibt es diese Form der Fortbildung ebenfalls. Hier wird sie Höhere Berufsbildung genannt. Allerdings sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz anders als in Deutschland. Um die Sache etwas zu vereinfachen, soll es hier nur um die Gegebenheiten in Deutschland gehen.

 

Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz

Aufstiegsfortbildungen sind in Deutschland in verschiedenen Gesetzen und Ordnungen festgeschrieben. Da sind einerseits die Aufstiegsfortbildungen auf Meisterebene. Auf diese bauen die Abschlüsse Geprüfter Berufspädagoge, Geprüfter Betriebswirt nach der Handwerksordnung und andere auf. Diese Fortbildungen sind im Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG) und in der Handwerksordnung (HwO) festgeschrieben.

Insbesondere in den §§ 53 und 54 zeigen die Regelungen zwei Wege für die Fortbildung auf, wie die jeweiligen Fortbildungen geregelt werden können:

 

Das Bundesbildungsministerium kann in Einvernehmen mit dem Fachministerium Fortbildungsverordnungen erlassen. Abhängig von der Branche und dem Berufszweig beziehungsweise der Art der Berufsausübung ist jeweils ein Fachministerium zuständig.

 

Bestehen keine Ordnungen (also gesetzliche Regelungen) für die Fortbildungen, können die zuständigen Kammern für die Fortbildungsabschlüsse Prüfungsregeln erlassen. Das bedeutet: Wie genau die Abschlussprüfung nach der Fortbildung aussieht, was sie beinhaltet, wer den Abschluss machen darf etc. wird von der zuständigen Kammer festgelegt.

 

Die Zahlen sind nicht ganz aktuell, geben aber einen kurzen Überblick: 90 gültige Rechtsverordnungen gab es im Bereich der Aufstiegsfortbildungen im Jahr 2011, dazu kommen etwa 300 Regelungen der Kammern. Die Zahlen dürften sich seither etwas verändert haben und tun das auch in Zukunft, denn Die Fortbildungen werden den Anforderungen von Fortschritt und anderem angepasst.

 

Andere Bestimmungen für andere Formen der Berufsausübung

Nicht alle Menschen arbeiten grundsätzlich nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Angestellte. In Deutschland gibt es andere Möglichkeiten, beispielsweise innerhalb des Beamtentums, in der Landwirtschaft und in den Freien Berufen. Daher gibt es auch weitere Möglichkeiten der Aufstiegsfortbildung, mit denen sich jeweils andere Gesetze und Bestimmungen beschäftigen.

Aufstiegsfortbildungsregelungen sind daher auch im Verwaltungsrecht festgeschrieben. Das Beamtenrecht und das Wirtschaftsrecht befassen sich ebenfalls damit. An anderer Stelle findet man Bestimmungen für die Landwirtschaft. Auch die Fortbildungen innerhalb der Freien Berufe sind geregelt.

 

Aufstiegsfortbildungen gibt es nicht nur im Bereich der IHKs und Handwerkskammern. Auch im Beamtentum, der Landwirtschaft usw., gibt es Fortbildungen für Berufspraktiker

Die Fachschulen bieten verschiedene Abschlüsse an, die ebenfalls als Aufstiegsfortbildung gelten. Dazu gehören der Staatlich geprüfte Betriebswirt und der Staatlich geprüfte Techniker. Die Fortbildungen, die die Fachschulen anbieten, sind allerdings in der länderspezifischen Schulgesetzgebung geregelt und nicht bundeseinheitlich.

 

Möglichkeiten an der Universität

Eine Aufstiegsfortbildung muss nicht zwangsläufig als eine praktische, schulisch unterstützte Fortbildung erfolgen. Es gibt auch die Möglichkeit eines Studiums an einer Hochschule. Wer beispielsweise Fortbildungen auf Meisterebene bestanden hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung erhalten – ein Studium ohne Abitur ist dann möglich.

Wie genau die so eine Fortbildung auf Meisterebene aussehen muss, regeln die §§ 53 und 54 BBiG und §§ 42 und 42a HwO. Dabei ist es jedoch so, dass Meister und Gleichgestellte ohne große Hürden an den meisten Fachhochschulen und Universitäten studieren können.

 

“Mit einer Aufstiegsfortbildung wie dem Meister, Fachwirt oder Geprüften Betriebswirt, ist ein Hochschulstudium mittlerweile an den meisten Fachhochschulen und Universitäten ohne große Probleme möglich.”

Soweit die Theorie. Aber wie genau sieht die Aufstiegsfortbildung nun praktisch aus? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig, wer kann die Fortbildung machen, und wie teuer ist so etwas? Wir werden die einzelnen Punkten im Folgenden systematisch abhandeln und versuchen ein möglichst komplettes Bild der sehr komplexen Regelungen zu vermitteln.

 

Ausbildung, beruflicher Aufstieg, irgendwann Rente – warum dann noch Fortbildungen?

 

Karriere durch eine Aufstiegsfortbildung ist möglich

Die Arbeitswelt verändert sich heute in einem sehr schnellen Tempo. Neue Technologien verändern den Arbeitsalltag, erfordern neue und andere Kompetenzen, machen Berufe überflüssig und schaffen neue Berufsbilder. Die Arbeitswelt befindet sich also in einem ständigen, steten Wandel.

Anders als noch vor 30 Jahren haben die Menschen heute nicht eine Ausbildung und eine Karriere, sondern durchlaufen mehrere verschiedene Karrieren im Laufe ihres Arbeitslebens.

Das ist aber nur möglich, wenn beständige Weiterbildungen, Fortbildungen und berufliche Neuorientierungen inklusive des Erwerbs der dafür nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten selbstverständlich werden. Solange eine Umschulung in ein benachbartes Berufsfeld oder eine Neuorientierung vom praktischen in den theoretischen Bereich eines Berufs als Inkonsequenz und Makel wahrgenommen werden, ist ein durchgängiges Erwerbsleben nach den zeitgenössischen Anforderungen schlicht nicht möglich.

 

Lebenslange Fort- und Weiterbildung ist das A und O für deine Karriere. Selbst wenn du nur deinen Job sichern möchtest, kann Weiterbildung zum großen Teil dazu beitragen

 

Aus diesem Grund wurde schon vor einigen Jahren auf EU-Ebene die Umsetzung eines Konzeptes zum lebenslangen Lernen gefordert. Die beständige berufliche Fort- und Weiterbildung gehört dazu, und auch in Deutschland wurden die Anforderungen umgesetzt. Seither sind berufliche Fort- und Weiterbildungen nicht nur kein Problem mehr, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Jeder Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin, Selbständige wie Freiberufler/-innen und Honorarkräfte haben ein Anrecht darauf, innerhalb der Arbeitszeiten berufliche Weiterbildung oder Fortbildung zu betreiben. Es besteht die Pflicht in vielen Berufen, in einem bestimmten Turnus eine festgeschriebene Anzahl solcher Bildungsmaßnahmen zu absolvieren. Und selbstverständlich können diese Maßnahmen nicht nur staatlich gefördert werden, sondern werden unter bestimmten Bedingungen sogar vom Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin gezahlt.

 

Aufstiegsfortbildungen sind besondere Formen der beruflichen Weiterbildung

Fortbildungen und Weiterbildungen können alles Mögliche sein. Wenn beispielsweise die auf die Behandlung von Kindern spezialisierte Ergotherapeutin im Rahmen eines Sabbaticals in Indien eine Ausbildung zur Yogalehrerin macht und diese Fähigkeit im Rahmen ihrer ergotherapeutischen Tätigkeit als Entspannungsübung oder zur Entwicklung motorischer Fähigkeiten bei Kindern einsetzt, ist das eine berufliche Fortbildung gewesen und diente nicht ihrem Privatvergnügen (was nicht ausschließt, dass sie sich privat für Yoga begeistert).

 

Karriere als Berufspraktiker mit einer Aufstiegsfortbildung

Ein anderes Beispiel: Ein Bürofachangestellter übernimmt für eine Kollegin im Mutterschutz einige Aufgaben in der gleichen Abteilung, merkt aber, dass ihr für die Tätigkeit bestimmte Software-Kenntnisse fehlen. Das lässt sich über einen Abendkurs mit wenigen Terminen beheben. Ist der Kurs zertifiziert, kann diese berufliche Weiterbildung selbstverständlich bei künftigen Bewerbungen erwähnt werden.

Aufstiegsfortbildungen sind etwas anders zu betrachten. Die Aufstiegsfortbildung dient dem beruflichen Aufstieg, also dem Wechsel auf eine höhere Stufe innerhalb der Unternehmenshierarchie, was in der Regel mit mehr Verantwortung, mehr Befugnissen und einem höheren Gehalt einhergeht. Wenn also beispielsweise der Fachangestellte für Marketing irgendwann auf die Managerebene wechselt, ist das zwar ein Aufstieg, funktioniert aber meist noch ohne Aufstiegsfortbildung. Zumindest auf den niedrigeren Leveln.

Geht es dann im nächsten Schritt darum, ein Team zu leiten oder gar ein Projekt zu übernehmen und komplett von Anfang bis Ende durchzuführen, kommt besagter ehemaliger Fachangestellte um die Aufstiegsfortbildung nicht mehr herum. Denn Projektmanagement erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten, die die eines einfachen Büroangestellten weit übersteigen und in seiner ersten Ausbildung (nehmen wir hier der Einfachheit halber einen MBA, einen Master of Business Administration als akademische Ausbildung an) keine Rolle spielten.

Aufstiegsfortbildungen bauen auf der bisherigen beruflichen Ausbildung auf, vertiefen die bereits vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten und leiten sie womöglich in eine andere Richtung. Es geht also gar nicht darum, sich auf eine neue Karriere einzulassen, in ein völlig neues Feld zu wechseln oder einfach mal die Aufgaben vom Chef zu übernehmen.

 

Eine Aufstiegsfortbildung baut auf der bisherigen beruflichen Ausbildung auf.

 

Einige Menschen profitieren von einer Aufstiegsfortbildung besonders

Die IHK führt regelmäßig Befragungen durch, um die Gründe für die Fortbildung, den Erfolg und die genauen Auswirkungen der Aufstiegsfortbildungen zu erfassen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass 63 % der Aufstiegsfortbildungen absolviert werden, um einen größeren Verantwortungsbereich innerhalb der aktuellen Berufstätigkeit zu übernehmen und aufzusteigen.

Das höhere Einkommen steht nur für 45 % der Befragten im Mittelpunkt, wohingegen 24 % der Absolventen und Absolventinnen ihren persönlichen Horizont erweitern und etwas Neues lernen wollen. 13 % der Befragten reagierten mit der Fortbildung auf neue Entwicklungen und Anforderungen in ihrem Beruf, nur 3 % der Menschen waren zum Zeitpunkt des Entschlusses für eine Aufstiegsfortbildung arbeitslos.

 

62 Prozent haben positive Auwirkungen durch Aufstiegsfortbildung

Von allen Befragten gaben 62 % an, dass die Fortbildung eine positive Auswirkung auf die berufliche Karriere hatten. 74 % der Menschen stiegen auf oder hatten einen größeren Verantwortungsbereich, 69 % stellten finanzielle Verbesserungen fest. Bei 21 % erhöhte sich immerhin die Sicherheit des Arbeitsplatzes, und 6 % der Absolventen und Absolventinnen fand nach der Fortbildung einen mit der Fortbildung in Zusammenhang stehenden neuen Arbeitsplatz. Noch größer waren die Auswirkungen der Fortbildung nach einer längeren Zeit.

Die eben zitierten Erfolge bezogen sich auf die Situation im Prüfungsjahr beziehungsweise innerhalb eines Jahres nach der Prüfung. Die Menschen wurden fünf Jahre nach der Prüfung noch einmal befragt. Zu diesem Zeitpunkt hatten 74 % der Absolventen und Absolventinnen eine finanzielle Verbesserung erreicht, 81 % der Menschen hatten eine höhere Position oder einen größeren Verantwortungsbereich inne.

Das deutlich beste Ergebnis zeigte die Gruppe der Meister und Abteilungsleiter. Denn 2 % der Menschen war vor der Prüfung in Meisterpositionen, danach waren es 11 %. 4 % der Menschen bekleideten vor der Prüfung eine Abteilungsleiterposition, danach waren es ebenfalls 11 %.

Insbesondere für Menschen, die sich bereits in einer führenden Position befinden und vielleicht für ihren Kenntnisstand das Ende der Karriereleiter erreicht haben, profitieren also von einer Aufstiegsfortbildung.

Generell ist die Zielgruppe der Aufstiegsfortbildungen aber sehr heterogen: Von LKW-Fahrer über Pflegepersonal und Ausbilder in der Werkstatt bis hin zu Büroangestellten gibt es Möglichkeiten und sinnvolle Angebote. Sogar Studienabbrecher können sich mit einer Aufstiegsfortbildung beruflich etablieren, denn die Fortbildung ist de facto ein Abschluss auf Bachelor-Niveau.

 

Was genau bringt die Aufstiegsfortbildung?

 

Die IHK stellte in ihren Befragungen insbesondere fest, dass eine duale Ausbildung als Einsteig und die darauf aufsetzenden Möglichkeiten der Aufstiegsfortbildung extrem vielversprechende Karrierewege öffnet. Die Fortbildung bringt ganz konkret eine sinnvolle und konsequente Richtung in die Karriere. Es geht tendenziell nach oben, und zwar sowohl in Sachen Verantwortung als auch hinsichtlich der Finanzen.

Grundlage für die Aufstellung der IHK waren die jährlich rund 50.000 Menschen, die eine Prüfung der Aufstiegsfortbildung nach dem BBiG absolvieren. Das betrifft unter anderem den Fachwirt, den Industriemeister, den Fachmeister und den Betriebswirt. Personen, die diese Form der Aufstiegsfortbildung absolvieren, sind in ihren Unternehmen für Produktion und Dienstleistung verantwortlich, arbeiten praxisorientiert und zeigen durch die Weiterbildung, dass sie die Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen wollen.

Die berufsbegleitende Fortbildung läuft teilweise über Jahre hinweg und erfordert insbesondere die Bereitschaft, den Feierabend und die Wochenenden dafür zu opfern.

 

Zu den Eigenschaften, die die Fortbildung vermittelt, gehören also nicht nur die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern auch Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit, Disziplin und ein hohes Organisationstalent.

Platt zusammengefasst könnte man sagen, dass die Aufstiegsfortbildung
Menschen darauf vorbereitet, Führungsaufgaben zu übernehmen. Es ist die
Fortbildung für die Führungskräfte von morgen, für Spezialisten auf
ihrem Gebiet, fachlich extrem in die Tiefe gebildete Personen. So
formulieren es auch die Anbieter.

Ganz konkret bietet Ihnen die Aufstiegsfortbildung die Chance, in Ihrem vielleicht etwas langweiligen und wenig abwechslungsreichen Berufsalltag, der schon seit einigen Jahren keine wirkliche Herausforderung mehr ist, wieder etwas Freude, Abwechslung und Anregung zu finden. Die Fortbildung beugt Stagnation vor und erweitert deinen Horizont.

 

Voraussetzungen für die Aufstiegsfortbildung

Die Voraussetzungen für die Aufstiegsfortbildung sind erst einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung und der Wunsch, sich fortzubilden. Ohne gute Organisation, Disziplin und die Bereitschaft, auch finanziell in die Fortbildung zu investieren, geht das nicht.

Allerdings müssen wir hier zwischen den formalen Voraussetzungen und den persönlichen Voraussetzungen unterscheiden. Die formalen Zugangsvoraussetzungen bestehen bei der IHK aus einer Berufsausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung. Die persönlichen Voraussetzungen wurden eben schon geschildert.

Gibt es keine abgeschlossene Berufsausbildung, kann diese durch entsprechende Berufserfahrung ersetzt werden.

 

Konkret: Die Anbieter?

Es gibt viele. Von Fachschulen über Lernplattformen bis hin zu privaten Akademien, Abendschulen und eben auch die Niederlassungen der IHK selbst bieten ganz unterschiedliche Lernformen an. Es lohnt, zwei oder drei auf den ersten Blick interessante Anbieter zu vergleichen, um das persönlich passende Angebot zu finden.

Ein persönliches Beratungsgespräch ist vorteilhaft, wenn man Fragen hat. Lehrmaterialien sind idealerweise in den Kosten der Fortbildung schon abgedeckt – aber das ist nicht immer der Fall. Kommen sehr hohe Materialkosten zu den Fortbildungskosten hinzu, kann das ein Hinderungsgrund sein.

Qualitativ gute Anbieter kennen übrigens die Zulassungsvoraussetzungen der IHK. Sie finden im Beratungsgespräch zusammen mit dir die passende Fortbildung. Ein weiterer Punkt, auf den du achten sollest, ist die Form des Lernens. Willst du die Fortbildung berufsbegleitend absolvieren, soll das Ganze in Vollzeit stattfinden? Manche Fortbildungen laufen als Präsenzveranstaltungen, andere können im Selbststudium absolviert werden. Es ist letzten Endes eine Frage der Disziplin und der persönlichen Präferenzen, ob man online, auf Papier, in einem Raum mit anderen Menschen zu festgegebenen Zeiten, Vollzeit oder berufsbegleitend lernt.

Kostenfreie Schnupperstunden sind insofern sinnvoll als das man die Lehrpersonen und den Unterricht dann live erlebt. Das ist wichtig, denn nicht jeder kann mit jeder Lehrperson wirklich sinnvoll lernen. Und natürlich steht und fällt eine Fortbildung mit dem Wissen und dem Können sowie der Erfahrung der Dozierenden. Berufserfahrung und Lehrerfahrung wirken zusammen immer sehr gut.

 

Wenn du deinen Meister, Fachwirt etc. flexibel neben dem Job erreichen möchtest und das Ganze 4 Wochen kostenlos testen willst, ist das Fernstudium meist eine hervorragende Möglichkeit.

 

 

Online: Aufstiegsfortbildung per Internet

Online-Seminare unterscheiden sich gar nicht so sehr von Präsenzseminaren. Die Unterrichtseinheiten finden einfach am Computer statt: Per Laptop und Headset kommen die Kursteilnehmenden zum festgelegten Termin im Online-Lernportal zusammen. Es handelt sich schlicht um ein virtuelles Klassenzimmer, in dem Trainer/-in und Teilnehmer/-innen zusammen arbeiten.

 

Das funktioniert wie die Zusammenarbeit in einem richtigen Klassenzimmer. Jeder kann Fragen stellen, Whiteboards und Präsentationen werden genutzt. Es gibt Einzelarbeitszeiten und Gruppenarbeitszeiten, gelernt wird oft interaktiv. Der große Vorteil der Online-Veranstaltungen liegt darin, dass sie ortsunabhängig absolviert werden können. Niemand muss sich in den Zug setzen, um die Fortbildung am anderen Ende von Deutschland zu besuchen. Du lernst bist auf wenige Seminare zu Hause auf dem Sofa, im Büro oder im Café an der Ecke.

Wenn es sich um zeitunabhängige Lehrveranstaltungen handelt, bestimmst du sogar selbst, ob du die Fortbildung morgens beim Frühstück, in der Mittagspause oder doch lieber gegen Mitternacht absolvieren willst. Das bedeutet mehr Freiheiten in der Organisation von Privatleben und Beruf – die Fortbildung wird einfach in die Lücken und Lehrlaufzeiten dazwischen geschoben. Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass man ein hohes Maß an Disziplin benötigt, um die Fortbildung wirklich durchzuziehen und sich ohne Druck diese Zeit dann auch zu nehmen.

Neben Onlineschulungen gibt es auch das Fernstudium beispielsweise beim ILS oder SGD. Wenn du dich bei einer der Fernschulen* angemeldet hast, bekommst du Studienunterlagen und kannst mit dem Lernen anfangen. Dir steht jedoch jederzeit Unterstützung zur Verfügung. Außerdem gibt es Seminare wozu auch prüfungsvorbereitenden Seminare gehören. Der Vorteil an eine Fernkurs ist, dass du diesen in aller Regel 4 Wochen kostenlos testen kannst. Außerdem lernst du damit sehr flexibel.

 

Aufstiegsfortbildung nach den Bedingungen der Handwerksordnung

Die Aufstiegsfortbildung ist genau geregelt: von den Inhalten bis hin zu den Prüfungsthemen ist alles genau festgestellt. Welche Aufstiegsfortbildungen genau nach der HwO gemacht werden können, bestimmt die Handwerksordnung. Sieht man sich nun allerdings die Handwerksordnung, kurz HwO, genauer an, findet man dort keinen Abschnitt, der sich explizit mit der Aufstiegsfortbildung befassen würde. Die Broschüre des BMBF ist da schon aufschlussreicher.

Hier liest man, dass die Absolventen handwerklicher Ausbildungsberufe viele berufliche Entwicklungsmöglichkeiten haben. Auch unterhalb der Meisterebene bestehen Fortbildungsmöglichkeiten wie beispielsweise der Werkstattproduktionsleiter für Gesellen, der Servicetechniker und andere.

Der Meisterabschluss ist allerdings immer noch das Kernstück der Fortbildung. Das Diplom des Handwerks der Garant für Qualität und Qualifikation ist der Meisterbrief. Er ist in vielen Berufen auch, bis auf wenige Ausnahmen, die einzige Möglichkeit, sich selbständig machen zu dürfen (Ausnahme dazu ist beispielsweise ein Abschluss zum staatlich geprüften Techniker im jeweiligen Bereich). Noch über der Meisterebene sieht die HwO den Abschluss “Geprüfter Betriebswirt nach der Handwerksordnung” vor.

Diese Qualifikation besteht nach der Verordnung vom 13. März 2011 und soll den Absolventen in die Lage versetzen, ein Unternehmen eigenständig und verantwortlich auf nachhaltige Art und Weise zu führen. Dazu gehört die strategische Planung des Unternehmens genauso wie die operative Umsetzung der Unternehmensziele.

Der Abschluss ist sehr anspruchsvoll. Insgesamt gibt es mehr als 380 unterschiedliche Aufstiegsfortbildungen. Die sind grob in drei Ebenen gegliedert. Die mittlere Ebene ist mit der Mehrzahl der Profile und damit der Mehrheit an Absolventen und Absolventinnen die bedeutungsvollste. Hier findet man die Fachberater und Fachberaterinnen unterschiedlicher Branchen, Fremdsprachenkorrespondenten und -korrespondentinnen, Servicetechniker/-innen und mehr. Auf der mittleren Ebene sind Fachwirte und -wirtinnen zu finden. Hier gibt es Fachkaufleute, Industriemeister und -meisterinnen, Fachmeister und -meisterinnen sowie die Operative IT-Professionals. Der bereits erwähnte Geprüfte Betriebswirt beziehungsweise die Geprüfte Betriebswirtin sind wie Geprüfte Technische Betriebswirte und -wirtinnen sowie Strategische IT-Professionals und Geprüfte Berufspädagogen und -pädagoginnen bilden die höchste der Ebenen.

Wenn es allerdings um die betriebliche Realität geht, sind die Ebenen nicht hierarchisch zu verstehen. Die Ebenen bauen zwar bedingt aufeinander auf, aber in der Realität kann eine breite Basisausbildung (also zwei oder mehr Qualifikationen auf einer niedrigeren Ebene) ein höheres Gehalt und mehr Verantwortung sowie eine höhere Position innerhalb eines Unternehmens generieren als eine Qualifikation auf der höheren Ebene. Denn in der beruflichen Realität geht es dann doch nicht immer um den Titel, sondern um die für den konkreten Job benötigten Kompetenzen.

Welche Aufstiegsfortbildung wie genau aufgebaut ist, was an Voraussetzungen wünschenswert, vorgeschrieben oder angeraten ist, das erfährst du in der Region ansässigen Handwerkskammer. Die IHK gibt ebenfalls gerne Auskunft, und auch die Anbieter jeder Aufstiegsfortbildung informieren Sie bereitwillig über die Details. Denn de facto ist es so, dass die Aufstiegsfortbildung zwar in der HwO und bei der IHK geregelt ist, die Aufstiegsfortbildungen aber nicht immer von IHK und Handwerkskammer durchgeführt werden.

Oft machen das externe Bildungsanbieter und -institute. Die arbeiten mit den Kammern insofern zusammen als dass die Prüfungen am Ende mit der HwO in den Vorschriften der IHK vereinbar sind, die Lerninhalte mit den Anforderungen der HwO übereinstimmen und die Prüfung von der Handelskammer entsprechend anerkannt ist. Selbes gilt für die IHK.

 

Wie lange dauert so eine Aufstiegsfortbildung?

Es gibt keine einheitlich geregelte Dauer für die Aufstiegsfortbildung. Abhängig von der genauen Art der Aufstiegsfortbildung, dem Anbieter und den Vorkenntnissen kann die Fortbildung in drei Wochen schon abgeschlossen sein. Das ist beispielsweise bei der GFW-Bau und Fortbildung zum Vorarbeiter der Fall.

Der Werkpolier wird mit sechs Wochen angegeben, der geprüfte Polier mit zehn Wochen. Allerdings sind das keine finalen, unumstößlichen Zeiten. Denn wer den Vorarbeiter absolviert hat und innerhalb von zwei Jahren den Werkpolier machen will, der bekommt die vorherige Aufstiegsfortbildung sowohl hinsichtlich der Kosten als auch in Zeit und Inhalt angerechnet. Die Aufstiegsfortbildung zum Werkpolier dauert dann eben keine sechs Wochen mehr, sondern vielleicht nur fünf oder vier Wochen. Die GFW-Bau rechnet maximal fünf Wochen aus vorherigen Aufstiegsfortbildungen an.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, vorbereitende Kurse zu besuchen. Die Vorkurse sollen den Einstieg in den Lernstoff erleichtern, indem Vorwissen wiederholt und geübt wird. Das ist nicht nur bei der GFW-Bau so, sondern auch bei anderen Gesellschaften, Organisationen und Institutionen, die Aufstiegsfortbildungen anbieten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter, wie lange die von Ihnen gewünschte Fortbildung dauert.

Wenn du nun den Meister oder einen Fachwirt machst, dann dauert das in Vollzeit meist so um die sechs Monate. Wenn du deine Aufstiegsfortbildung im Teilzeitkurs oder per Fernstudium machen möchtest, dauert deine Fortbildung länger. In Teilzeit dauert der Industriemeister oder ein Fachwirt meist 2 Jahre neben dem Beruf.

 

Welche Kosten entstehen bei einer Fortbildung, insbesondere bei einer Aufstiegsfortbildung?

So wenig wie die Länge der Aufstiegsfortbildung sind auch die Kosten einheitlich geregelt. Günstig sind die Fortbildungen jedoch nicht. Schon zweitägige Vorkurse für Mathematik oder EDV können kosten im mittleren dreistelligen Bereich verursachen. Die Aufstiegsfortbildung selbst liegt bei mehreren Tausend Euro. Diese Summe hat natürlich niemand einfach so herumliegen und kann das Geld mal eben erübrigen.

Vor allem dann nicht, wenn die Lage ohnehin angespannt ist und die Fortbildung helfen soll, künftig ein höheres Gehalt zu beziehen. Die Finanzierung der Aufstiegsfortbildung ist also eine wichtige Angelegenheit. Zum Glück muss das niemand alleine stemmen, es gibt Fördermöglichkeiten.

 

Das wohl bekannteste und meiner Meinung nach beste Fördermittel ist das Aufstiegs-Bafög. Dieses hilft dir bei der Finanzierung deiner Aufstiegsfortbildung enorm.

 

Wie lässt sich eine Aufstiegsfortbildung finanzieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Aufstiegsfortbildung zu finanzieren. Meist zahlt man diese Fortbildungen nicht selbst, oder zumindest nicht komplett selbst. Natürlich müssen Zeit und Geld in die berufliche Fortbildung investiert werden, das ist durchaus wichtig. Aber die Aufstiegsfortbildung ist mit hohen Kosten verbunden, die die meisten Menschen einfach nicht alleine bewältigen können.

 

Eine Aufstiegsförderung muss nicht aus eigener Tasche finanziert werden.

Da ist zum einen der Arbeitgeber. Der kann eine Aufstiegsfortbildung anteilig oder ganz bezahlen. Denn letzten Endes kommt die Fortbildung nicht nur dir, sondern dem Betrieb zugute. Der profitiert von deinen neu erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten. Das ist dann auch der Grund, warum die Jobsicherheit mit der Aufstiegsfortbildung steigt. Und genau das ist das Argument, mit dem Vorgesetzte konfrontiert werden können, wenn es um die Kostenübernahme geht.

Aufstiegs-Bafög ist eine weitere Möglichkeit, Hilfe bei der Finanzierung der Aufstiegsfortbildung zu bekommen. Das Aufstiegs-Bafög hieß bis in den August 2016 hinein noch Meister-Bafög, wird aber natürlich nicht nur für Fortbildungsmaßnahmen gewährt, die in einem Meisterbrief resultieren.

Der Gedanke hinter dieser staatlichen Förderung ist, dass alle Menschen das gleiche Recht auf eine berufliche Fortbildung haben. Wer dabei finanzielle Unterstützung benötigt, bekommt sie. Das Aufstiegs-Bafög ist an Voraussetzungen gebunden, nicht jeder erhält diese Förderung. Es kann allerdings auf jede Aufstiegsfortbildung angewendet werden.

Wichtig ist, dass die Kurse fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen vorbereiten (nach dem Berufsbildungsgesetz, bzw. der HwO) oder auf gleichwertige Abschlüsse (definiert nach dem Bundes- oder Landesrecht). Der Anbieter muss entsprechend zertifiziert sein. Außerdem muss

 

  • die Maßnahme wenigstens 400 Stunden Fortbildung umfassen
  • mindestens 25 Wochenstunden (Vollzeitfortbildung) umfassen
  • mindestens 18 Stunden monatlich (Teilzeitfortbildung) umfassen

Das Aufstiegs-Bafög ist keine komplette Kostenübernahme, sondern immer nur ein Zuschuss. Der beträgt maximal 15.000 Euro für die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren. Lernmaterialien werden nicht bezuschusst. Das Bafög setzt sich zusammen aus einem zinsgünstigen Darlehen und einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Anspruch auf dieses Bafög wird im individuellen Fall geprüft.

 

Aufstiegs-Bafög wird zum Teil als Zuschuss und zum anderen Teil als zinsgünstiges Darlehen gewährt.

Nicht jeder erhält Aufstiegs-Bafög. Solltest du durch das Raster fallen, kannst du einen Bildungskredit aufnehmen. Diese Art von Kredit ist speziell für Bildungsmaßnahmen bestimmt. Es handelt sich um zinsgünstige (nicht zinsfreie) Darlehen. Das Darlehen muss vollständig zurückgezahlt werden.

Diese Form des Kredits wird auch gewährt, wenn andere Kredite nicht gewährt werden Es ist zweckgebunden und dadurch mit günstigeren Konditionen als andere (nicht zweckgebundene) Kredite versehen.

Eine letzte Möglichkeit besteht darin, den Bildungsgutschein bei der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen. Den Bildungsgutschein gibt es aber nur in zwei Fällen:

 

  • wenn Sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind und der Gutschein die Bedrohung abwenden kann
  • wenn Sie bereits arbeitslos sind und durch die Aufstiegsfortbildung wieder in Lohn und Brot kommen

Das Prozedere bei Antragstellung und die Überprüfung, ob Sie ein Recht auf den Bildungsgutschein haben, dauert. Daher sollten Sie sich frühzeitig bei der für Sie zuständigen Bundesagentur für Arbeit informieren.

 

Tipps für das Lernen

Wer schon länger im Berufsleben steht und lange nicht mehr die Schulbank gedrückt hat, tut sich in der Regel mit dem Lernen schwer. Das ist nicht schlimm, du kannst das Lernen neu erlernen. Was erst einmal komisch klingt, ist eine einfache Sache. Der Mensch ist vormittags zwischen 9:00 Uhr und 11:00 Uhr geistig am leistungsfähigsten. Du solltest deinen Lernstoff anfangs bewusst in diese Stunden legen, Computer und Smartphone ausschalten und dich nicht ablenken lassen. Wenn du wieder zu deinem Lernrhythmus gefunden hast, kannst du auch das Nachmittagshoch zwischen 15:00 Uhr und 18:00 Uhr nutzen. Ideal ist es natürlich, wenn du deine Fortbildung in Vollzeit besuchst und beide Zeitfenster ideal ausfüllst.

 

Wenn du berufsbegleitend lernst, wirst du aber zu diesen Zeiten arbeiten und keine Zeit für Lernstoff haben. Du musst dann für dich selbst herausfinden, ob du dich morgens vor der Arbeit oder abends danach besser konzentrieren kannst. Experimentieren kann helfen, und zwar möglichst schon vor Beginn der Fortbildung. Du kannstdazu auch einen Vorkurs besuchen, um eventuell nur noch unzureichend vorhandene Vorkenntnisse wieder aufzufrischen und in das Lernen hineinzukommen.

 

Das Gehirn ist im Prinzip ein Muskel, der einfach trainiert werden muss. Und das ist nicht nur ein blöder Spruch, sondern biologische Tatsache: Muskulatur arbeitet nur aufgrund der Nervenzellen, die die Signale zum Arbeiten geben. Das Gehirn besteht aus Nervenzellen. Und die kann man trainieren.

 

Alles auf einmal oder lieber bröckchenweise?

Letzteres. Eine lange Lernsession ist anstrengend und bei weitem nicht so nachhaltig wie viele kurze Lerneinheiten. Außerdem ist es normal, dass sich sogar Erwachsene maximal 20 Minuten am Stück wirklich tief konzentrieren können. Mache also gerne nach 20 Minuten eine Pause von fünf bis zehn Minuten. Es kann allerdings auch passieren, dass du, wenn du einmal über deinen Büchern sitzt, die Zeit vergisst. Dann darfst du weiter machen. Schätze dich glücklich, wenn das passiert: Der sogenannte Flow stellt sich wirklich nicht bei allen Menschen einfach so ein.

Sollte ein Sachverhalt schwer zu verstehen sein oder dir Kopfzerbrechen bereiten, gehe eine Runde Schwimmen oder Joggen. Du wirst bei diesen monotonen Bewegungen deine Gedanken schweifen lassen. Dein Gehirn kommt in den sogenannten Diffuse Mode.

In diesem Zustand übernimmt das Unterbewusstsein die Schwerstarbeit, das Bewusstsein driftet irgendwo in banalen Gedankengängen herum. Nach einer halben Stunde Bewegung solltest du dich wieder an dein Problem setzen. Wenn du jetzt das Gefühl hast, es verstanden zu haben, lerne einfach weiter. Ist der Groschen immer noch nicht gefallen, bearbeite erst einmal ein anderes Thema und nehme das Problem am nächsten Tag noch einmal vor. Lernen ist wie Training in der Fitness-Bude: Manche Dinge brauchen einfach länger. Wenn du deshalb in Panik verfällst, hindert dich das beim Lernen.

 

 

Lernen ist wie Training und dein Gehirn wie ein Muskel – wenn du es regelmäßig machst, wirst du richtig gut.

Wenn du lernst soltest du dich wohl fühlen. Stell dir dein Lieblingsgetränk bereit, schalte alle Ablenkungen aus. Und nehme es dir selbst nicht übel, wenn es mal an einem Tag gar nicht geht: Auch das ist normal. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Wenn du das entspannt siehst, verschwinden die Lernblockaden von alleine.

Wichtige Termine wie beispielsweise Präsenzphasen im Unterrichtsraum, Prüfungstermine und dergleichen solltest du dir sofort in den Kalender eintragen. Führe gegebenenfalls ein Lerntagebuch, in dem du auch deine Teilschritte notierst und eine Übersicht über Lernstoff, Prüfungen, Literatur und mehr anlegst. Ein bisschen Organisation hilft, dass dir die Sache nicht über den Kopf wächst.

 

Welche Aufstiegsfortbildungen lohnen sich am meisten?

Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Denn im konkreten Fall lohnt sich immer die Aufstiegsfortbildung am meisten, die dich beruflich weiterbringt und die dich auch privat interessiert. Es gibt Situationen, in denen der Werkspolier das absolut Beste ist, was du machen kannst. Wenn du allerdings aus der IT kommst und dich da weiterentwickeln willst, kannst du genau diese Fortbildung überhaupt nicht gebrauchen …

 

Die beste Fortbildung für dich hängt von deinen Zielen, Voraussetzungen und Vorlieben ab.

 

Wie bereits erwähnt, kannst du dich in den anbietenden Instituten, bei der Bundesagentur für Arbeit sowie der IHK und bei den Handelskammern beraten lassen. Die Menschen an diesen Stellen wissen, welche Fortbildungen häufig besucht werden. Sie wissen, wovon du mit deiner ganz individuellen Konstellation an Vorbildung, Erfahrung und Wissen am meisten profitieren wirst. Und natürlich kannst du dich auch mit deinem Vorgesetzten unterhalten. Der weiß, welche Entwicklungsmöglichkeiten du innerhalb des Unternehmens hast und unterstützt dich vielleicht sogar dabei, dich wahrzunehmen. Denn letzten Endes profitiert das Unternehmen von jedem qualifizierten Mitarbeiter und jeder qualifizierten Mitarbeiterin.

 

Aufstiegsfortbildung vs. Hochschulstudium – was bringt mehr

 

Die Aufstiegsfortbildung ist generell praktischer ausgerichtet und schneller absolviert als ein Hochschulstudium. Wer keine Lust auf stark theoretischen Lernstoff hat, lieber praxisorientiert arbeitet und vor allem nicht mehrere Jahre studieren will, der ist mit einer Aufstiegsfortbildung besser beraten.

Nicht jede Tätigkeit lässt sich theoretisch erlernen, und nicht jeder akademische Titel bringt dich überall weiter. Wähle die Aufstiegsfortbildung nicht danach aus, welcher Titel am Ende gut klingt. Orientiere dich sich lieber an den Inhalten der Fortbildung und daran, was du für deine Karriere in Zukunft wirklich benötigst.

Wenn du gerne eine führende Positionen übernehmen willst, dich selbst als Schreibtischtäter siehst und irgendwann in den internationalen Bereich gehen willst, ist eine akademische Ausbildung (also ein Hochschulstudium*) eher dein Weg. Wenn du bei der praktischen Arbeit bleiben willst, tut es auch eine Aufstiegsfortbildung.

Natürlich kannst du es auch mit einer Aufstiegsfortbildung in eine gehobenen Position wie Abteilungleiter etc. kommen. Mit einem Meister, Fachwirt oder Geprüften Betriebswirt wird jedoch die obere Ebene wie die Position des CEOs eher nicht möglich sein. Es gibt in größeren Unternehmen kaum hohe Manager ohne einen akademischen Universitätsabschluss.

 

Kann eine Fortbildung mit einem akademischen Abschluss mithalten?

 

Ja, kann sie. Die beiden Wege akademischer Abschluss – praktische Ausbildung bestehen in Deutschland parallel. Beide Möglichkeiten haben ihre Daseinsberechtigung, beide werden benötigt. Nur eben nicht von denselben Menschen. Die akademische Ausbildung ist keine Berufsausbildung im eigentlichen Sinn, sondern nur eine theoretische Vorbereitung auf den Beruf.

Die praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben die Absolventen und Absolventinnen erst im Beruf. Wer eine praxisorientierte Fortbildung absolviert, lernt weniger theoretische Hintergründe, dafür aber mehr Anwendung. Abhängig davon, welche Position du einnimmst, mit welchen Anforderungen du im Beruf konfrontiert wirst, ist entweder das eine oder das andere mehr wert und hilfreicher.

 

Aufstiegsfortbildung im Lebenslauf präsentieren – so bewerben Sie sich mit dem neuen Abschluss.

Wer in einem praktischen Beruf arbeitet, womöglich im Handwerk tätig ist, hat meist unter dem Punkt “Ausbildung” nicht so viel stehen. Genau hier sollte die Aufstiegsfortbildung angeführt werden, wenn du dich bewirbst. Wenn du mehrere Fortbildungen besucht hast, zeigst du damit ein schon fast außergewöhnliches Engagement, das deinen Willen zur beruflichen wie privaten Weiterentwicklung anschaulich dokumentiert.

 

Da du dich mit edem neuen Unternehmen, das du als Fachkraft kennenlernst, auch weiterentwickelst, kannst du das unter Umständen auch im Anschreiben aufgreifen. Allerdings sind diese Fälle jeweils so spezifisch, dassan dieser Stelle keine pauschale Empfehlung gegeben werden kann. Eine Aufstiegsfortbildung ist aber in jedem Fall etwas, das du deinen Mitbewerbern und Mitbewerberinnen voraus hast.

 

 

 

In diesem Fachtext hast du viele Infos für deine Aufstiegsfortbildung bekommen. Du findest hier auf der Seite viele weitere wertvolle Hilfen. Ich baue bzw. habe zu den meisten Aufstiegsfortbildungen weitere interessante Artikel aufgebaut. Auch Themen, die hier ganz gut passen findest du im Blog bzw. im Bereich der Fachtexte.

 

 

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